SÜDKURIER-Leser spenden fast eine halbe Million Euro

04.02.2019 | Engagement | SÜDKURIER
Spendenübergabe an die Nachsorgeklinik Tannheim. Bild: Roland SigwartDie einzigartige Hilfsbereitschaft der SÜDKURIER-Leser für die Tannheimer Nachsorgeklinik hält an. 487.653 Euro sind das Ergebnis der Spendenaktion dieser Zeitung in der Advents- und Weihnachtszeit 2018. Der 54-jährige Geschäftsführer Thomas Müller zeigte sich bei der offiziellen Übergabe überwältigt: „Das ist wirklich eine wunderbare Geste und eine riesengroße Unterstützung für uns,“ erklärte er gegenüber dem SÜDKURIER.

„Die Nachsorgeklinik Tannheim ist ein Leuchtturm der Hilfe und Hoffnung, der weit über die Region hinaus strahlt. Was hier geleistet wird, verdient allergrößten Respekt“, sagte Andreas Ambrosius von der SÜDKURIER-Chefredaktion. „Der SÜDKURIER und viele Leser fühlen sich der Einrichtung tief verbunden. Die Anteilnahme und Unterstützung ist überwältigend – und das schon über zwei Jahrzehnte. Die Spenden der SÜDKURIER-Leser tragen dazu bei, dass in Tannheim so viel Gutes getan werden kann.“

Dritthöchste Spendensumme seit mehr als 20 Jahren

Die Gesamtspendensumme ist 2018/2019 die dritthöchste, seit die Leser des SÜDKURIER das Tannheimer Therapie- und Betreuungshaus unterstützen. Für Geschäftsführer Thomas Müller, der die Einrichtung zusammen mit dem 70-jährigen Roland Wehrle leitet, ist auch die Nachhaltigkeit der Hilfe der Leser aus dem SÜDKURIER-Land „eine genauso wunderbare Geschichte, wie das viele Geld, das wir Jahr für Jahr anvertraut bekommen“. Südkurier-Leser spenden kleine und große Beträge an die Tannheimer. „In diesem Jahr reichte die Spannbreite der Privatspenden war von fünf Euro bis zu fünfstelligen Einzelbeträgen“, erläutert Müller. Vor allem auch die vielen kleineren Spenden bewiesen, dass „ganz viele Menschen aus Südbaden hinter der Idee unseres Hauses stehen und dabei mitwirken“.

Andreas Ambrosius, Mitglied der Chefredaktion des SÜDKURIER, im Gespräch mit dem Chefarzt der Kinderkardiologie, Philipp Bludau (rechts).
Andreas Ambrosius, Mitglied der Chefredaktion des SÜDKURIER, im Gespräch mit dem Chefarzt der Kinderkardiologie, Philipp Bludau (rechts). Bild: Roland Sigwart


Genau genommen reicht diese Unterstützung weiter zurück, als das Haus in Betrieb ist. Schon vor der Eröffnung der Einrichtung, am 14. November 1997, gab es Unterstützungsaktionen. Bis heute organisiert dieses Medienhaus die Hilfe unter dem Leitwort 'Der SÜDKURIER hilft', auch, weil die Zuwendung der Leser gegenüber dieser Schwarzwald-Einrichtung ungebrochen ist. Die Klinik, in der vor allem krebskranke Kinder und junge Mukoviszidose-Patienten betreut werden, „muss als Reha-Einrichtung mit dem medizinischen Fortschritt mithalten, sagt Thomas Müller. Der Klinik-Chef verweist darauf, dass die Pflegesätze nicht ausreichten, um die laufenden Kosten des Hauses zu decken.

Für technische Verbesserungen beim Brandschutz und bei den Türschließsystemen soll das Spendengeld eingesetzt werden. Einer der größten Brocken ist die Anschaffung eines neuen Echo-Ultraschallgeräts. Damit könne die Therapieausrichtung noch genauer als bislang erfolgen, „unsere Patienten im Haus profitieren dadurch enorm“, sagt Geschäftsführer Müller.

Bilder: Roland Sigwart