Klasse! begeistert die Kultusministerin Susanne Eisenmann

06.10.2017 | Engagement | SÜDKURIER
  • SÜDKURIER-Medienprojekt "Klasse!" startet mit Kultusministerin Susanne Eisenmann
  • Auftaktveranstaltung mit über 200 Schülern in Konstanz

Bild: Auftaktveranstaltung des Medienprojektes Klasse! im Ellenrieder-Gymnasium Konstanz mit Kultusministerin Susanne EisenmannSich heute in der Medienlandschaft zurechtzufinden, ist kein Kinderspiel. Es wird immer schwieriger, Wahres von Unwahrem zu unterscheiden. Noch nie war Medienkompetenz so wichtig. „Deshalb liegt mir das Klasse!-Projekt des SÜDKURIER so am Herzen“, sagte die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg. Susanne Eisenmann wollte es sich deshalb nicht nehmen lassen, die 21. Runde des SÜDKURIER-Medienprojektes persönlich einzuläuten. Die Auftaktveranstaltung fand in diesem Jahr im Ellenrieder-Gymnasium in Konstanz mit rund 200 Schülern, Lehrern, SÜDKURIER Chefredakteur Stefan Lutz und Angela Brötel als Vertreterin des Klasse!-Sponsors EnBW statt. „Zum Glück gibt es seriöse Tageszeitungen wie den SÜDKURIER, die bei der Aufklärung der Gesellschaft eine große und wichtige Rolle übernehmen“, so die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg.

Seit 1997 lernen Schüler im Süden Baden-Württembergs dank des Schulzeitungsprojekts Klasse! den richtigen Umgang mit Medien. „Denn lesen, verstehen und richtig einordnen sind Dinge, die man lernen muss“, betonte SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz. Mehr als 210¦000 Schüler haben bereits schon von dem Klasse!-Medienprojekt und dem Wissen der SÜDKURIER-Journalisten profitiert. „Aber ohne das enorme Engagement der Lehrer würde das nicht funktionieren“, so Lutz. Gewiss sei es nicht immer einfach, ein solch’ umfangreiches Projekt in den Schulalltag zu integrieren. Darin stimmte die Schulleiterin des Ellenrieder-Gymnasiums, Hanna Schönfeld, dem Chefredakteur zu. Doch für sie ist es keine Frage: „Es lohnt sich auf jeden Fall.“

Bild: Große Frage- und Antwortrunde zur Auftaktveranstaltung des Medienprojektes Klasse! im Ellenrieder-Gymnasium Konstanz.Angela Brötel, Leiterin der Medienkommunikation bei EnBW, erklärte in diesem Zusammenhang auch, warum ihr Unternehmen schon so lange Partner beim Klasse!-Projekt des SÜDKURIER ist: „Es ist wichtig, dass junge Menschen ein Gefühl für Nachrichten entwickeln.“ Sie selbst lese täglich einen Medienspiegel, Twitter- und Facebooknachrichten übers Handy sowie eine oder mehrere Tageszeitungen. Die Zeitung biete den Vorteil, dass sie dem Leser eine seriöse, geprüfte Auswahl an Nachrichten liefere, hob Kultusministerin Eisenmann hervor: „Guter Journalismus benötigt Zeit und Platz. Kurz und knapp über Twitter-Nachrichten lässt sich die Welt nicht erklären, auch wenn das der US-Präsident offenbar noch nicht verstanden hat.“

„Die Ausgewogenheit der Recherche und das Hören von beiden Seiten“, wie es Stefan Lutz ausdrückte, „gehört unbedingt zu unserem Handwerk. Das unterscheidet uns von Verbreitern von Fake News“. Als ein Schüler fragte, warum man nicht einfach Fake News verbieten könne, antwortete Lutz: „Das würde ich sofort machen, wenn ich das könnte.“ Um die Gefahren von Falschmeldungen zu verdeutlichen, gab er ein Beispiel. Zu Beginn der Flüchtlingsthematik im Herbst 2015 sei die Nachricht durch Süddeutschland gegeistert, dass auf einem Bauernhof in Meßstetten Flüchtlinge regelmäßig Tiere schlachten und verzehren würden. „Wir wurden angefeindet, warum wir darüber nicht berichten“, erzählte Stefan Lutz. „Unsere Redakteure recherchierten diesen Fall in Meßstetten und es stellte sich heraus, dass gar nichts dran war an der Geschichte. Das war ein klarer Fall von Fake News.“

Auch im Rahmen des SÜDKURIER-Medienprojekts Klasse! wird dem Erkennen von Fake News besonderes Gewicht eingeräumt. Darüber hinaus haben die Schüler nicht nur Gelegenheit, erstes journalistisches Arbeiten zu erproben, sondern sich auch von den Redakteuren des SÜDKURIER alles ganz genau erklären zu lassen. Dass die Teilnehmer schon sehr souverän die ersten wichtigen Fragen formulieren können, zeigte sich eindrucksvoll bei der Auftaktveranstaltung in Konstanz.

Das SÜDKURIER-Medienprojekt Klasse!

Das Projekt: Klasse!, Klasse!Kids, und Klasse!Beruf sind die Medienprojekte des SÜDKURIER für Schulen. Ziel ist es, Medienkompetenz am praktischen Beispiel zu vermitteln. Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen erhalten vier Wochen lang täglich die Zeitung. Grundschüler für zwei Wochen. Mithilfe von gesonderten Unterrichtsmaterialien beschäftigen sich die Klassen mit Journalismus im Allgemeinen, mit dem Medium Zeitung im Speziellen, aber auch mit Nachrichten im Internet. Zum Abschluss erscheinen Beiträge und Sonderseiten im SÜDKURIER.

So machen Klassen mit: Anmeldung per Telefon unter 07531/ 999-1926 oder per Mail unter klasse@suedkurier.de oder direkt auf der SÜDKURIER-Homepage unter www.suedkurier.de/klasse

Der Kooperationspartner: Partner ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die das SÜDKURIER-Medienprojekt Klasse! seit vielen Jahren mit Themenvorschlägen und Aktionen unterstützt.

Die Aktionen: Zum Ende des SÜDKURIER-Medienprojekt Klasse! wird der MaKs, der Meister aller Klassen, ausgelobt. Eine Jury, besetzt mit Redakteuren und Vertretern des Sponsors EnBW, begutachtet die von Schülern gestaltete Zeitungsseite und vergibt Geldpreise.

 

Bilder: Sabine Tesche

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